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Elektroschockpistole
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Eine Elektroschockpistole, Distanz-Elektroimpulswaffe oder ein Distanz-ElektroimpulsgerĂ€t (DEIG) (in der Schweiz DestabilisierungsgerĂ€t (DSG) genannt) ist eine in der Regel nichttödliche Elektroimpulswaffe Ă€hnlich einer Pistole, die zwei nadelförmige Projektile, die meist ĂŒber isolierte DrĂ€hte mit der Waffe verbunden sind, in den Körper einer Zielperson schieĂt und damit anschlieĂend eine Folge elektrischer Impulse ĂŒbertrĂ€gt, wodurch die getroffene Person fĂŒr die Dauer des Stromflusses stark bis vollstĂ€ndig immobilisiert ist. Nach den von Axon Enterprise (vormals TASER International) hergestellten GerĂ€ten werden die GerĂ€te auch mit dem Deonym Taser bezeichnet.cite-ref-axon-1-0[1] Mittlerweile gibt es auch Modelle mit drahtlosen Projektilen.cite-ref-2[2]
Contents
âą Funktionsprinzip
âą Distanzmodus
âą Kontaktmodus
âą Wirkung
âą Deutschland
âą Ăsterreich
âą Schweiz
âą Verwendung
âą Europa
âą Amerika
âą Kritik
âą Schutz
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Idee und Geschichte
Die Bezeichnung TASER ist ein Akronym des Begriffs Thomas A. Swiftâs Electric Rifle aus dem Jugendbuch Tom Swift and His Electric Rifle von Victor Appleton (1911). Dort wird die Idee beschrieben, Menschen mit blauen BĂ€llen aus ElektrizitĂ€t zu betĂ€uben. Der Erfinder Jack Cover, ein spĂ€terer NASA-Wissenschaftler, hatte dieses Buch als Kind gelesen und begann Ende der 1960er Jahre die Entwicklung des Tasers, der ursprĂŒnglich zur Abwehr von FlugzeugentfĂŒhrern gedacht war. Unmittelbaren Anlass dazu gab ihm ein Zeitungsbericht ĂŒber einen Unfall, bei dem ein Mann in eine Stromleitung gefallen und dadurch anschlieĂend einige Zeit reglos war.
Ersten Einsatz Ă€hnlich heutigen Elektroschock abgebenden GerĂ€ten von Seiten der Strafverfolgungsbehörden gab es in den 1960er Jahren in Form von elektrischen Viehtreibern, die gegen BĂŒrgerrechtsaktivisten von der amerikanischen Polizei eingesetzt wurden. Wie heutige Kontakt-Elektroschocker, die fĂŒr den Menschen ausgelegt sind, konnten diese jedoch nur dazu verwendet werden, den Betroffenen Schmerzen zuzufĂŒgen.cite-ref-3[3]
1972 meldete Cover seinen Taser, zunĂ€chst noch als Feuerwaffe, zum Patent an.cite-ref-4[4] 1974 baute er den ersten Taser unter der Bezeichnung TASER TF-76, der bis auf 4,6 Meter 2 Projektile verschieĂen konnte. Dabei hielt er aber fest, dass es keine Möglichkeit gĂ€be, gefĂ€hrliche (Folge-)Verletzungen garantiert zu vermeiden. Der Taser wurde als nicht-tödliches GerĂ€t betrachtet, wenn es bei einer durchschnittlich gesunden Person angewendet werde. Da das Treibmittel fĂŒr die 2 Projektile SchieĂpulver war, klassifizierte das Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives (ATF) den Taser als Feuerwaffe. Der Kauf dieses Tasers fĂŒr Zivilpersonen war nur mit einer speziellen Lizenz möglich. TASER Systems, die Firma die den Taser vermarktete, wurde aufgelöst und unter der Bezeichnung TASERTRON neugegrĂŒndet, wobei nur einige GerĂ€te hauptsĂ€chlich an die Polizei in Los Angeles verkauft wurden.
Die BrĂŒder Tom und Rick Smith grĂŒndeten 1993 das Unternehmen âTASER Internationalâ mit dem Ziel, weniger tödliche elektrische Waffen zu entwickeln. Jack Cover wurde nach Einladung der BrĂŒder Smith Entwickler fĂŒr zukĂŒnftige Taser-GerĂ€te. Anstelle SchieĂpulver wurden aber GerĂ€te mit Druckluft entwickelt. Es folgte das Modell Air TASER 3400. Dadurch wurden Taser nicht als Feuerwaffen klassifiziert und konnten an Privatpersonen verkauft werden.
Funktionsprinzip
Distanzmodus
Im Distanzmodus werden aus einer Kartusche zwei mit Widerhaken versehene Projektile geschossen, die ĂŒber isolierte DrĂ€hte mit der Kartusche verbunden bleiben, die ihrerseits ĂŒber elektrisch gut leitfĂ€hige Metallkontakte mit der Pistole verknĂŒpft ist, wodurch von der Waffe ausgehend elektrische Impulse in den Körper der Zielperson ĂŒbertragen werden.cite-ref-8[8]
Treibmittel ist beim Taser von Axon Druckgas, wodurch dieser technisch gesehen eine Druckluftwaffe ist. In der Produktion mittlerweile eingestellte Modelle der Firmen Stinger und Tasertron verwendeten SchieĂpulver als Treibmittel und waren daher Feuerwaffen.
Die zwei Projektile werden nicht parallel verschossen. WĂ€hrend eines (meist das obere) nahezu geradlinig ins Ziel trifft, erreicht das andere das Ziel in einem Winkel davon â je nach Modell und Hersteller â zwischen 3,5 und 12 Grad nach unten.cite-ref-9[9] Dadurch können sie mit einem höheren Abstand auf der KörperoberflĂ€che einschlagen. Durch die Widerhaken, Ă€hnlich einem Angelhaken, bleiben die Projektile besser in der Kleidung oder in der Haut der Zielperson stecken.
Solange Strom flieĂt, ist im Idealfall die getroffene Person in diesem Modus vollstĂ€ndig handlungsunfĂ€hig und nicht mehr in der Lage, die eigenen Skelettmuskeln willkĂŒrlich zu steuern.
Die Wirkung ist in der Praxis von verschiedenen Faktoren abhÀngig:cite-ref-10[10]
âą Wo dringen die Nadelelektroden in den Körper ein? Welche Nerven und Muskeln liegen im Strompfad? GrundsĂ€tzlich ist ein Strompfad, der die Herzregion einschlieĂt, als gefĂ€hrlich anzusehen. FĂŒr eine optimale Wirkung muss der Rumpf getroffen werden.
⹠Wie viele Muskeln sind beteiligt / wie groà ist die FlÀche der Muskulatur, die vom Strom durchflossen wird?
âą Welchen Abstand haben die Nadeln? Je gröĂer der Abstand ist, desto gröĂer ist der Strompfad. Je mehr motorische Nerven und Muskeln betroffen sind, desto höher steigt die Wirkung. Ein zu geringer Abstand der zwei Elektroden verursacht nur Schmerzen ohne Immobilisierung.
âą Wird die Kleidung durchschlagen und dringen die Nadelelektroden in den Körper ein, oder wird der Elektroschock nur ĂŒber eine Funkenentladung auf den Körper ĂŒbertragen?
⹠Wie tief dringen die Nadelelektroden in die Haut ein? (Körperwiderstand)(Stromdichte)
Die Reichweite betrĂ€gt je nach Modell, Hersteller und Kartusche bis zu ĂŒber 7 Meter; pro Elektrode kann Kleidung bis zu einer StĂ€rke von 2,5 cm durchdrungen werden.cite-ref-11[11]
Die Anzahl der SchĂŒsse, die eine Elektroschockpistole hintereinander ohne Nachladen abgeben kann, variiert nach Hersteller und Modell. Pro eingefĂŒhrter Kartusche kann nur einmal abgefeuert werden. Jedoch kann ein einmal getroffener Gegner mehrmals unter Strom gesetzt werden. Dazu muss nur der Abzug entsprechend oft betĂ€tigt werden. Die verbrauchte Kartusche kann bei einigen Modellen durch Tastendruck nach vorne weggezogen und innerhalb weniger Sekunden durch eine neue ersetzt werden.
Modernere Modelle haben die Möglichkeit, zwei oder mehr Kartuschen gleichzeitig einzusetzen, wodurch mehrere SchĂŒsse hintereinander ohne manuelles Nachladen abgegeben werden können.
Zur Erhöhung der Trefferrate sind Elektroschockpistolen entweder mit einem konventionellen Visier oder mit einem oder zwei Laservisieren ausgerĂŒstet. Dabei wirken sie in diesem Modus â anders als Pfefferspray â auch bei Personen, die unter Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen stehen oder schmerzresistent sind.cite-ref-0-12-0[12]
Kontaktmodus
Hier werden keine Projektile verschossen. Dabei kann die Elektroschockpistole im Körperkontakt mit der Zielperson aber nur als gewöhnlicher Kontakt-Elektroschocker zum ZufĂŒgen von Schmerzen eingesetzt werden und zielt somit nur auf die WillfĂ€hrigkeit zur Schmerzvermeidung und nicht auf BewegungsunfĂ€higkeit wie im Distanzmodus ab. Der Gegner erhĂ€lt ĂŒber die Elektroden an der Pistole den Stromschlag, wenn keine Kartusche eingefĂŒhrt wurde. Je nach Hersteller und Modell ist auch eine Abgabe von Elektroschocks ĂŒber eigens vorhandene Metallkontakte auf den eingelegten Kartuschen (ohne Schussabgabe) möglich.cite-ref-13[13]cite-ref-14[14]
Hersteller und Bauformen
Die Bezeichnung Taser ist ein von der US-Firma Axon Enterprise (ursprĂŒnglicher Unternehmensname: âTASER Internationalâ, vor der Ănderung seit April 2017) geschĂŒtzter Begriff (eingetragene Handelsmarke) und bezieht sich ausschlieĂlich auf deren erzeugte GerĂ€te. Distanz-Elektroschockwaffen allgemein werden weltweit von einer Reihe weiterer Hersteller produziert und vertrieben.
Manchmal werden fĂ€lschlich auch DistanzlosgerĂ€te (Kontakt-Elektroschocker), die nur fĂŒr den direkten Körperkontakt ausgelegt sind, als âTaserâ bezeichnet. Eine Ausnahme bei der Benennung bildet die von Axon produzierte Taschenlampe, die nur fĂŒr den Kontaktmodus ausgelegt ist und aufgrund des frĂŒheren Herstellernamens auch Taser mit dem Zusatz Strikelight â also âTaser Strikelightâ â genannt wird.cite-ref-axon-1-1[1]
Die bekanntesten frĂŒheren Axon-Konkurrenten fĂŒr Distanz-ElektroimpulsgerĂ€te waren die Firmen Tasertron und Stinger, die jedoch mittlerweile nicht mehr existieren.cite-ref-15[15] Einfachere Modelle, getarnt als Taschenlampe, sind schon seit den 1970er Jahren in Gebrauch.
Bei Elektroschockpistolen mit Kabel erfolgt die Ăbertragung der elektrischen Impulse im Distanzmodus ĂŒber isolierte DrĂ€hte verschiedener LĂ€ngen, die je nach Hersteller und Modell 4,5 m, 6,4 m, 7,6 m und 10,6 m Distanz erlauben.cite-ref-16[16]
Die Polizeimodelle sind meistens (je nach Land) der nur einen Einzelschuss abgebende Taser X26P und der neuere Taser X2 (in schwarz und gelb erhĂ€ltlich), der Projektile aus zwei Kartuschen hintereinander abschieĂen kann und ein noch geringeres Risiko fĂŒr die Auslösung von Herzkammerflimmern hat.cite-ref-17[17] Der in Ăsterreich ursprĂŒnglich verwendete TASER X26E wird seit April 2017 gegen den sichereren Taser X2 ausgetauscht.cite-ref-18[18] FĂŒr dieses Modell sind 4 Arten von Kartuschen erhĂ€ltlich, die sich hinsichtlich ihres Einsatzes (Trainingskartusche bzw. Simulator) und der maximalen Reichweite (entweder 4,5 Meter oder 7,6 Meter) unterscheiden.cite-ref-19[19]
Mittlerweile gibt es Konkurrenz durch andere Distanz-ElektroimpulsgerĂ€te anderer Hersteller. Die US-Firma Digital Ally lieĂ ein drahtloses Modell patentieren, die Entwicklung eines Prototyps folgt.cite-ref-22[22] In der TĂŒrkei wurde eine drahtlose Elektroschockpistole unter dem Namen âWattozzâ entwickelt.cite-ref-23[23]
Eine weitere Elektroschockpistole âMagenâ, entwickelt von einer israelischen Firma, erlaubt die EinfĂŒhrung eines fĂŒnfschĂŒssigen Magazins; nach Schussabgabe durch Knopfdruck wird die verbrauchte Kartusche ausgeworfen und automatisch durch eine neue ersetzt. Diese Funktionsweise entspricht einer halbautomatischen Pistole.cite-ref-24[24]
Wirkung
Die Wirkung dieser Elektroimpulswaffe beruht auf einem Stromdurchfluss des Körpers, hervorgerufen durch eine Spannung um 1 Kilovolt. Es handelt sich um eine Impulsfolge mit einer Rate von beispielsweise etwa 18 Impulsen pro Sekunde, die wĂ€hrend einer Dauer von etwa 60 Mikrosekunden einen Strom von 2 bis 4 Ampere erzeugen. Sowohl Energie als auch die elektrische Ladung pro Puls ist vergleichsweise gering und betrĂ€gt bei einem Körperwiderstand von 250 Ohm zum Beispiel etwa 100 Millijoule.cite-ref-cbc-25-0[25] Zum Vergleich: ein WeidezaungerĂ€t erzeugt Impulse mit bis zu 6 Joule und Energie bei Spannungen bis 10 Kilovolt und im Sekundentakt. Die elektrische Ladung betrĂ€gt bis zu etwa 1 mC und bei einer Elektroimpulswaffe bis zu etwa 200 ”C, also knapp unterhalb der Flimmerschwelle was einem sehr geringen Risiko fĂŒr Kammerflimmern entspricht, welches aber nicht komplett ausgeschlossen werden kann.cite-ref-26[26]
Es tritt vor allem direkte elektrische Stimulation von Typ A-α-Motoneuronen, wodurch Impulse direkt zu motorischen Synapsen geleitet und tonische Muskelkontraktionen hervorgerufen werden. Es kommt dabei zur Ăberlagerung mit der körpereigenen Erregungsleitung.cite-ref-27[27]cite-ref-28[28]
Durch die Verwendung von pfeilförmigen Projektilen beim Distanzmodus können unabhÀngig von den elektrischen Impulsen Organe wie Augen oder nahe der KörperoberflÀche gelegene Arterien verletzt werden. Weiterhin können Wunden bei Entfernung der Widerhaken entstehen.
ZusĂ€tzlich besteht das Risiko von âsekundĂ€ren Sturzverletzungenâ, wie etwa in leichten FĂ€llen HautabschĂŒrfungen, BlutergĂŒssen, Platzwunden und Prellungen, allerdings auch KnochenbrĂŒche bis hin zum schweren SchĂ€del-Hirn-Trauma.
Einer Sicherheitsanalyse des CBC zufolge senkt die wiederholte Folge von Impulsen innerhalb eines Herzschlagintervalls schrittweise den Schwellenwert fĂŒr das Auslösen von Kammerflimmern durch einen elektrischen Stromimpuls, wodurch das Risiko hierfĂŒr signifikant erhöht wird.cite-ref-cbc-25-1[25]
Rechtliche Rahmenbedingungen
Deutschland
Taser durften in Deutschland vor dem 1. April 2008 ab einem Alter von 18 Jahren erworben werden. Seit 1. April 2008 unterliegen Distanz-ElektroimpulsgerĂ€te den Verbotsbestimmungen der Anlage 2, Abschnitt 1, Nr. 1.3.6. WaffG, wodurch jeglicher Umgang (Erwerb, Besitz, FĂŒhren) verboten ist.cite-ref-29[29]cite-ref-30[30] FĂŒr den Erwerb, Besitz und Umgang mit verbotenen Waffen ist nach dem Waffengesetz eine Ausnahmegenehmigung des BKA erforderlich, die jedoch nur sehr restriktiv vergeben wird.cite-ref-31[31] FĂŒr Behörden ist ein Erlass des jeweiligen Innenministeriums fĂŒr die LĂ€nderpolizeien bzw. des BMI fĂŒr die Bundespolizei erforderlich. Siehe Abschnitt Verwendung.
Ăsterreich
In Ăsterreich sind Kontakt-Elektroschocker (in Deutschland als DistanzlosgerĂ€te bekannt) ab Vollendung des 18. Lebensjahrs ohne eine Waffenbesitzkarte frei verkĂ€uflich. Eine spezielle Vorschrift fĂŒr das FĂŒhren existiert nicht.cite-ref-32[32] Jedenfalls verboten sind aber getarnte Elektroschocker, die einen anderen Gegenstand vortĂ€uschen, oder die mit GegenstĂ€nden des tĂ€glichen Gebrauches verkleidet sind.cite-ref-33[33] Taser, Distanz-ElektroimpulsgerĂ€te von Axon, mit Kartusche unterliegen der Waffenkategorie C, wodurch ein legales Erwerben und Besitzen fĂŒr Privatpersonen zwar möglich ist, ein FĂŒhren der mit Kartusche geladenen Waffe auĂerhalb von Wohn- oder BetriebsrĂ€umen oder eingefriedeten Liegenschaften innerhalb Ăsterreichs jedoch einen gĂŒltigen Waffenpass erfordert.cite-ref-34[34]
Schweiz
In der Schweiz ist fĂŒr Privatpersonen gemÀà Artikel 4 Abs. 1 des Waffengesetzes die Ăbertragung, der Erwerb, das Vermitteln und Verbringen von ElektroschockgerĂ€ten, âdie die Widerstandskraft von Menschen beeintrĂ€chtigen oder die Gesundheit auf Dauer schĂ€digen könnenâ, verboten. Diese BeschrĂ€nkung gilt jedoch gemÀà Artikel 2 dieses Gesetzes nicht fĂŒr die Armee, den Nachrichtendienst des Bundes, die Zoll- und die Polizeibehörden und auch nicht fĂŒr die MilitĂ€rverwaltung.cite-ref-35[35] Beim Erwerb fĂŒr Privatpersonen ist daher eine gĂŒltige âgrosseâ Ausnahmebewilligung erforderlich, die durch das WaffenbĂŒro innerhalb des Wohnkantons ausgestellt werden kann, meist allerdings sehr restriktiv.
Die Zwangsanwendungsverordnung der Polizei im Bund erlaubt gemÀà Artikel 9 die Anwendung von Distanz-ElektroimpulsgerĂ€ten gegen Personen, die nach Artikel 11 eine schwere Straftat begangen haben â beziehungsweise im Verdacht dazu stehen â oder versuchen zu begehen. Unter einer schweren Straftat in diesem Zusammenhang wird eine âernsthafte BeeintrĂ€chtigung gegen Leib und Leben, der Freiheit, der sexuellen IntegritĂ€t oder der öffentlichen Sicherheitâ genannt.cite-ref-36[36] Auch militĂ€rische Polizeiorgane â die nicht-militĂ€rische Gewalt gegen feindliche MilitĂ€rpersonen und TruppenverbĂ€nde anwenden oder Lufthoheit wahren â haben die Befugnis, nicht tödlich wirkende DestabilisierungsgerĂ€te nach Abschluss einer dafĂŒr speziellen Ausbildung fĂŒr polizeiliche Zwangsmassnahmen zu verwenden. Die Regelung dafĂŒr findet sich in der Verordnung ĂŒber die Polizeibefugnisse der Armee, Artikel 4.cite-ref-37[37]
Verwendung
Die Waffen sollen verwendet werden, um Angreifer, Randalierer, fliehende oder mit Suizid drohende Personen primĂ€r durch den Verlust der Kontrolle ĂŒber die Skelettmuskeln und sekundĂ€r eventuell durch Schmerzen handlungsunfĂ€hig zu machen. Da ihre Wirkung im Distanzmodus nicht vom Schmerzempfinden und deren Reaktion darauf abhĂ€ngig ist, eignen sich Distanz-ElektroimpulsgerĂ€te auch meistens gegen Personen, die unter dem Einfluss von (psychoaktiven) Medikamenten, Alkohol oder anderen Drogen stehen.
Bei Verwendung einer nicht-tödlichen Waffe sollen vor allem körperliche SchĂ€den beim Betroffenen gering gehalten werden. Bei einigen Modellen besteht die mögliche Abgabe eines Warnlichtbogens (entspricht dem Kontaktmodus) entlang der Pistole (mit Kartusche), wodurch die Waffe ohne Einsatz gegen den Körper einer Person abschreckend und deeskalierend wirken kann. Insgesamt stellen Distanz-ElektroimpulsgerĂ€te eine Eskalationsstufe unter den eigentlichen Schusswaffen mit geringerem Todesrisiko dar, gleichzeitig aber eine meist wirkungsvollere und gesichertere HandlungsunfĂ€higkeit ohne Zeitverzögerung im Vergleich zu Pfefferspray. Dadurch eignet sich die Waffe besser zur Selbstverteidigung von Polizeivollzugsbeamten, insbesondere gegen Angreifer mit Hieb- und Stichwaffen (bei einem Sicherheitsabstand von 7 Metern), wo eine Abwehr oder gar Entwaffnung mit Pfefferspray und Schlagstock ohne massive EigengefĂ€hrdung nicht mehr möglich ist.cite-ref-38[38] Aufgrund der Tatsache, dass Distanz-ElektroimpulsgerĂ€te ohne manuellen Austausch der Kartusche meistens nur zwei oder manchmal nur einen Schuss hintereinander abgeben und bewegliche, dynamische Ziele verfehlt werden können und auĂerdem die Reichweite und Durchschlagskraft der Projektile nicht an jene von scharfen (tödlichen) Feuerwaffen herankommt, ist ein Schusswaffengebrauch, insbesondere in FĂ€llen mit Hieb- und Stichwaffen, jedoch nicht immer auszuschlieĂen.cite-ref-39[39]cite-ref-40[40]
Europa
Elektroschockpistolen werden derzeit fast ausschlieĂlich von speziell geschulten PolizeieinsatzkrĂ€ften und Justizwachbeamten genutzt.
Deutschland
In Deutschland empfahl die Innenministerkonferenz 2001 die probeweise EinfĂŒhrung von Elektroschockpistolen fĂŒr die Spezialeinsatzkommandos der Polizei. Im Jahr 2018 hatten 13 der 16 Landespolizeien diese Empfehlung umgesetzt und entsprechende GerĂ€te fĂŒr ihre SpezialkrĂ€fte angeschafft.cite-ref-41[41] Inzwischen stehen Elektroschockpistolen auch PolizeikrĂ€ften jenseits dieser Einheiten zur VerfĂŒgung.
Pilotprojekte zur Ausstattung mit Tasern werden zudem unter anderem in Bayern, Berlin, Bremen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen durchgefĂŒhrt.cite-ref-42[42]cite-ref-43[43]cite-ref-44[44] Der Bundespolizei fehlt bisher eine Rechtsgrundlage fĂŒr die Verwendung.cite-ref-45[45] Die drei deutschen Polizeigewerkschaften Gewerkschaft der Polizei, Deutsche Polizeigewerkschaft und Bund deutscher Kriminalbeamter befĂŒrworten eine Ausstattung von Polizeivollzugsbeamten mit Tasern.cite-ref-46[46]cite-ref-47[47] Der Bund der Strafvollzugsbediensteten forderte, auch die Angestellten in Justizvollzugsanstalten mit Distanz-ElektroimpulsgerĂ€ten auszustatten.cite-ref-48[48] Innerhalb der Bundeswehr werden Taser weder in der Ausbildung noch in KampfeinsĂ€tzen eingesetzt. Allerdings verfĂŒgt die Bundeswehr nach Auskunft der Bundesregierung ĂŒber einige GerĂ€te und erforscht deren Wirkungsweise.cite-ref-49[49]
Im Juni 2025 kĂŒndigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) an, die Bundespolizei mit Tasern auszurĂŒsten. Sollten Personen Bundespolizisten mit Stichwaffen wie Messern angreifen, könnten die Beamten die Angreifer mit Tasern âeffektiver ausschaltenâ und âsich selbst besser schĂŒtzenâ.cite-ref-50[50] Am 23. Juli 2025 beschloss das Bundeskabinett einen entsprechenden Gesetzentwurf, dem der Bundestag am 16. Oktober zustimmte.cite-ref-51[51] Das Ministerium will zunĂ€chst 10.000 GerĂ€te anschaffen.cite-ref-52[52]
Bayern
Die beiden Spezialeinsatzkommandos der bayerischen Polizei sind seit 2006 mit den GerĂ€ten ausgerĂŒstet.cite-ref-02-53-0[53]cite-ref-12-54-0[54] Bis 2015 wurden in Bayern 32 Personen mit Elektroschockpistolen beschossen.cite-ref-55[55] Im Mai 2018 startete ein Pilotprojekt, das die Ausstattung mit den Waffen auch fĂŒr das UnterstĂŒtzungskommando sowie die Operativen ErgĂ€nzungsdienste prĂŒfen soll.cite-ref-02-53-1[53] Hierzu wurden 37 ElektroimpulsgerĂ€te angeschafft und 500 Polizeibeamte fĂŒr deren Benutzung geschult.cite-ref-56[56]
Berlin
In Berlin wird die Waffe seit August 2001 durch das Spezialeinsatzkommando (SEK) genutzt. Die Beamten sollen sie vorher am eigenen Leib ausprobiert haben.cite-ref-57[57] Im Februar 2017 wurde ein auf drei Jahre angelegtes Pilotprojekt gestartet, bei dem 20 Beamtecite-ref-58[58] die ElektroimpulsgerĂ€te im Einsatz testen sollen. Im Mai 2019 wurde bekannt, dass die entsprechenden Beamten die GerĂ€te bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt drei Mal eingesetzt hatten: Einmal, um einen mit einem Messer bewaffneten Angreifer auĂer Gefecht zu setzen, und zweimal, um einen Suizid zu verhindern. Zudem sei der Einsatz der Waffe 15 Mal angedroht worden. Abgesehen von kleinen Wundmalen durch die Taserpfeile sei es bei den drei getroffenen Personen zu keinerlei relevanten Verletzungen gekommen.cite-ref-59[59] Seit 2024 erfolgt die flĂ€chendeckende Ausgabe von DistanzelektroimpulsgerĂ€ten an beschulte DienstkrĂ€fte.cite-ref-60[60]
Bremen
In Bremen werden Taser von den Spezialeinheiten Mobiles Einsatzkommando (MEK) und SEK eingesetzt.cite-ref-61[61] Im Oktober 2018 wurde zudem ein einjĂ€hriges Pilotprojekt gestartet, um eine Ausweitung der Ausstattung zu prĂŒfen. Hierzu wurde die Ortspolizei Bremerhaven mit drei Tasern ausgerĂŒstet. Bei einer Bilanz ein Jahr spĂ€ter gab die Polizei bekannt, den Einsatz des Tasers 20 Mal angedroht und ihn fĂŒnf Mal tatsĂ€chlich eingesetzt zu haben. Zumeist habe die Androhung ausgereicht, um die Situation zu deeskalieren. Bei den fĂŒnf getroffenen Personen hĂ€tten sich keine nennenswerte Verletzungen oder Folgebeschwerden ergeben. Zur Sammlung weiterer Daten wurde das Projekt um ein Jahr verlĂ€ngert.cite-ref-62[62]
Hamburg
Hessen
Das Land Hessen hatte den Einsatz der sogenannten Taser zunĂ€chst bis Sommer 2018 mehr als ein Jahr in Frankfurt und Offenbach getestet. Nach Angaben des Innenministeriums wurden die GerĂ€te in diesem Zeitraum insgesamt elf Mal eingesetzt und zwölf Mal wurde mit ihrem Einsatz gedroht. Es sei dabei abgesehen von einem Fall zu âkeinen schwerwiegenden Verletzungenâ gekommen. Bei besagtem Fall habe sich die betroffene Person eine Kopfverletzung durch einen Sturz zugezogen. Der hessischen Innenminister Peter Beuth bewertete die Ergebnisse der Testphase als insgesamt positiv. Der Taser könne Leben retten und sei die âmildere Variante der Schusswaffeâ. Die hessische Polizei verfĂŒgt nun ĂŒber insgesamt 35 Distanz-ElektroimpulsgerĂ€te, jeweils fĂŒnf pro PolizeiprĂ€sidium.cite-ref-0-12-1[12]
So wurde in Hessen nach einem vom Innenministerium als positiv bewerteten Pilotprojekt beschlossen, die sieben PolizeiprĂ€sidien des Landes mit jeweils fĂŒnf Elektroschockpistolen auszustatten, so dass dem hessischen Streifendienst insgesamt 35 GerĂ€te zur VerfĂŒgung stehen.
Nordrhein-Westfalen
Ab Januar 2021 erprobte die Polizei Nordrhein-Westfalen Taser ein Jahr lang in Dortmund, DĂŒsseldorf, Gelsenkirchen sowie im Rhein-Erft-Kreis.cite-ref-65[65] Nach abgeschlossener Erprobungsphase wurden die GerĂ€te in den fĂŒnf gröĂten PolizeiprĂ€sidien zur Grundausstattung hinzugefĂŒgt.cite-ref-66[66]
Rheinland-Pfalz
Auch in Rheinland-Pfalz entschied sich die Polizei nach einer Testphase fĂŒr die Ausstattung mit Tasern. Dort waren die Distanz-ElektroimpulsgerĂ€te ein Jahr lang in Trier getestet worden. Dabei wurden die GerĂ€te nach Angaben des Innenministeriums in 30 Situationen eingesetzt, wobei in 21 FĂ€llen die Androhung des Einsatzes genĂŒgt habe. In sechs FĂ€llen wurden die Taser auch tatsĂ€chlich abgeschossen, dabei wurden vier Personen getroffen. Bei einer anschlieĂenden medizinischen Begutachtung der getroffenen Personen konnten laut Ministerium âin keinem Fall (âŠ) medizinische AuffĂ€lligkeiten festgestellt werdenâ. Bis zum Jahr 2021 sollen alle 72 Polizeiinspektionen in Rheinland-Pfalz mit den Distanz-ElektroimpulsgerĂ€ten ausgestattet sein.cite-ref-0-12-2[12] Rheinland-Pfalz ist nach eigenen Angaben das erste Bundesland, das Taser im Streifendienst eingefĂŒhrt hat. Der Einsatz der Waffe gegen Kinder sowie Schwangere ist der rheinland-pfĂ€lzischen Polizei untersagt.cite-ref-1-67-0[67]
Die Polizeiinspektionen in Rheinland-Pfalz sollen ebenfalls bis zum Jahre 2021 entsprechend ausgerĂŒstet werden.cite-ref-0-12-3[12]
Saarland
Im Saarland wurden Taser seit dem Jahr 2010 vom SEK erprobt. Am 6. Mai 2019 begann ein Pilotprojekt zum Test der GerĂ€te fĂŒr den Streifendienst. Hierzu wurden zwölf Distanz-ElektroimpulsgerĂ€te angeschafft und Arbeitsgruppen fĂŒr die Fortbildung von 120 Polizeibeamten gebildet.cite-ref-68[68] In einer Erprobungsphase wurden die GerĂ€te sechs Monate lang getestet. Dabei wurde zehn Mal ihr Einsatz angedroht, vier Mal geschah dieser tatsĂ€chlich. Der saarlĂ€ndische Innenminister Klaus Bouillon bewertete die Testphase im Anschluss positiv, hĂ€ufig genĂŒge bereits die Androhung des Einsatzes, um eine Situation zu entschĂ€rfen.
Seit dem Jahr 2020 stehen der Polizei des Saarlandes 100 GerĂ€te des Typs AXON Taser 7 zur VerfĂŒgung.cite-ref-2-69-0[69]
Schleswig-Holstein
Die Landesregierung von Schleswig-Holstein sagte 2016:
âEin angemessener Mehrwert durch die EinfĂŒhrung des Einsatzmittels âDistanz-ElektroimpulsgerĂ€tâ ist nicht erkennbar.âcite-ref-70[70]
Der Gesetzentwurf von Claus Schaffer (AfD) vom 19. Oktober 2018cite-ref-71[71] wurde am 7. November 2018 einstimmig dem Innen- und Rechtsausschuss ĂŒberwiesen.cite-ref-72[72] Weitere Diskussionen ĂŒber Taser gab es im Landtag am 27. MĂ€rz 2019, unter anderem weil der Taser nur beim SEK getestet werden sollte.cite-ref-73[73] Am 22. April 2020 legte die Landesregierung einen Gesetzentwurf vorcite-ref-74[74], nach Ănderung desselben vom 16. Februar 2021cite-ref-75[75] wurde die Ausschuss-Beschluss-Empfehlung vom 25. Februar 2021cite-ref-76[76] mit Gesetz vom 26. Februar 2021cite-ref-77[77] verabschiedet: Der rechtliche Rahmen fĂŒr den Einsatz durch Ănderung von § 251 Absatz 4 Variante 2, § 256 Absatz 2 Variante 1 und § 258a Landesverwaltungsgesetz Schleswig-Holstein geschaffen. Die Landesregierung berichtet dem Landtag ĂŒber das Ergebnis der Evaluierung vor dem 19. MĂ€rz 2024, an diesem Tag treten diese Paragrafen wieder auĂer Kraft. Die Polizei von Schleswig-Holstein bildete 140 Personencite-ref-78[78] an den fĂŒr 225.000 Euro angeschafften 35 GerĂ€ten Modell âTaser 7â der amerikanischen Firma Axon aus. Ab 1. August 2022 gehörten sie zur AusrĂŒstung von KrĂ€ften des 1. Polizeireviers in NeumĂŒnster sowie des Polizeireviers in Ahrensburg und des Sondereinsatzkommandos.cite-ref-kn13042023-79-0[79] Ein einziger Schuss wurde mit den GerĂ€ten abgegeben, der anvisierte flĂŒchtige TatverdĂ€chtige wurde nicht getroffen.cite-ref-kn13042023-79-1[79] Insgesamt zeigte das DEIG Medienberichten zufolge bei 30 EinsĂ€tzen in NeumĂŒnster und bei fĂŒnf in Ahrensburg Wirkung,cite-ref-80[80] womit gemeint ist, dass das demonstrative Zeigen oder das Androhen des Einsatzes Wirkung entfaltete. Dem Landespolizeiamt sind jedoch angeblich nur 29 FĂ€lle mit Wirkung bekannt.cite-ref-81[81]
Schweiz
Am 26. Juli 2003 wurde â auf Empfehlung der Schweizerischen Polizeitechnischen Kommission (SPTK) â vom schweizerischen Bundesamt fĂŒr Polizei (fedpol) die Verwendung der Waffen Advanced Taser M26 und TASER X-26 EMD (EMD steht hier fĂŒr âelektro-muskulare Disruptionâ) durch die Polizeibehörden in mehreren Kantonen genehmigt.cite-ref-82[82]
Seit dem im Januar 2009 gĂŒltigen âBundesgesetz ĂŒber die Anwendung polizeilichen Zwangs und polizeilicher Massnahmen im ZustĂ€ndigkeitsbereich des Bundes (Zwangsanwendungsgesetz, ZAG)â dĂŒrfen ânicht tödlich wirkende DestabilisierungsgerĂ€teâ von der Polizei schweizweit verwendet werden.cite-ref-83[83]cite-ref-84[84]
Die Elektroschockwaffe wird autonom von den verschiedenen Polizeikorps eingekauft, daher ist eine Ăbersicht erschwert. AuĂerdem existiert in der Schweiz keine bundesweite Anti-Terror-Einheit.
Da in einem Ernstfall bis zum Eintreffen von Spezialeinheiten zu viel Zeit vergehen könnte, werden zunehmend Patrouillendienste auch mit Elektroschockpistolen ausgestattet. In Basel durften frĂŒher nur Beamte der Sondereinheit âBasiliskâ Taser tragen, inzwischen sind auch 90 regulĂ€re Polizisten mit solchen GerĂ€ten ausgestattet.cite-ref-88[88]
AuĂerhalb von Spezialeinheiten werden Taser aktuell auch in Luzern von der Sicherheits- und Verkehrspolizeicite-ref-89[89] verwendet. Die Kantonspolizei ZĂŒrich fĂŒhrt die neueren Modelle Taser X2, ebenso wie die Kantonspolizei St. Gallen, die allerdings noch wenige Ă€ltere Modelle (Taser X26 und X26P) besitzt.cite-ref-90[90]
2018 wurden insgesamt 125 FÀlle verzeichnet, in denen ein Taser gezogen wurde, 45 mal musste dieser auch tatsÀchlich angewendet werden, wobei darunter fast zwei Drittel der Personen unter Einfluss von Alkohol und/oder anderen Drogen waren.cite-ref-91[91]
Ein Einsatz seitens des MilitĂ€rs darf nur von militĂ€rischem Personal und Angehörigen der MilitĂ€rischen Sicherheit sowie von weiteren Angehörigen der Armee, die speziell dafĂŒr ausgebildet sind, erfolgen.cite-ref-92[92]
Ăsterreich
Polizei
Im Juni 2006 wurden probeweise die ersten 20 TASER X26 bei der Bundespolizei in Oberösterreich eingefĂŒhrt.cite-ref-93[93] Inzwischen sind Taser auch bei Polizisten in allen anderen BundeslĂ€ndern sowie beim Einsatzkommando Cobra und bei der Sondereinheit WEGA in Gebrauch. Der erste Einsatz eines Tasers durch einen Polizisten erfolgte im Juli 2006 gegen einen flĂŒchtenden Profieinbrecher in Linz. Dieser wurde aus rund zwei Metern Entfernung getroffen, er rappelte sich jedoch nach wenigen Sekunden wieder auf und konnte schlieĂlich erst nach einem zweiten Schuss ĂŒberwĂ€ltigt werden.
Der Einsatz des Tasers erfolgt nach den Bestimmungen des Waffengebrauchsgesetzes, er zĂ€hlt gemÀà § 3 Z. 2 WaffGG als âreizauslösende Dienstwaffeâ. Dieser darf nur eingesetzt werden um Menschen angriffs-, widerstands- und fluchtunfĂ€hig zu machen und wenn ungefĂ€hrliche oder weniger gefĂ€hrliche MaĂnahmen nicht möglich sind. Stehen Beamten verschiedene Waffen zum Gebrauch zur VerfĂŒgung, dĂŒrfen gegen Menschen nur die am wenigsten gefĂ€hrlichen verwendet werden.
In einer lebensbedrohlichen Situation gelten die gleichen Regelungen gemÀà lebensgefÀhrdender Waffengebrauch §§ 7 bis 8 WaffGG.cite-ref-94[94]
Nach einem Taser-Einsatz sind die Beamten verpflichtet, einen Rettungswagen zu verstĂ€ndigen (wenn nicht bereits vor Ort) und den Getroffenen Ă€rztlich untersuchen zu lassen. Ein Arzt entscheidet daraufhin, ob die Person fĂŒr eine weitere Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden muss oder nicht. Die Pfeilelektroden dĂŒrfen ausschlieĂlich von einem Arzt aus dem Körper des Getroffenen entfernt werden, Polizisten beschrĂ€nken sich auf das Abtrennen der Kabel, so dass zwischen Taser und Elektroden keine Verbindung mehr besteht.
Im Rahmen von 1. Juni 2006 bis 31. Dezember 2016 wurde der Taser laut Innenministerium von der Polizei fast 200 Mal gegen Menschen, acht Mal gegen Hunde eingesetzt, wobei keine TodesfÀlle verzeichnet wurden.cite-ref-95[95] Die Verwendung beschrÀnkt sich dabei auf folgende speziell ausgebildete Beamte:
âą einige Beamte der Polizeianhaltezentren (PAZ)
⹠wenige Mitglieder der Bereitschaftseinheit Wien und Oberösterreich
Innerhalb der Bundespolizei löste das neue Modell TASER X2 das Àltere Modell TASER X26 vollstÀndig ab.
Justizwache
Bei der Justizwache hingegen wird der Taser bereits seit November 2004 in den Justizanstalten verwendet. EingefĂŒhrt wurde er, nachdem ein randalierender HĂ€ftling der Justizanstalt Stein erst unter dem Einsatz von 15 Beamten ĂŒberwĂ€ltigt werden konnte und dabei elf Beamte verletzt wurden. Der Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray hatte sich als ineffektiv erwiesen. Im Februar 2008 wurde der Einsatz des Tasers aufgrund eines UN-Berichts gegen Folter verboten, jedoch im Juni 2009 von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner unter Auflagen wieder erlaubt.
Erst wenn sich sĂ€mtliche andere Mittel zum Brechen des Widerstandes eines HĂ€ftlings (z. B. Körperkraft, Schlagstock, Pfefferspray) als nicht zielfĂŒhrend erwiesen haben, darf der Taser in ErwĂ€gung gezogen werden. Zuerst werden die medizinischen Daten des Insassen geprĂŒft, dann mĂŒssen trotzdem noch SanitĂ€tsbeamte, Pflegepersonal und Ărzte anwesend sein, die den spĂ€ter getroffenen HĂ€ftling untersuchen und ggf. behandeln mĂŒssen. Der Taser selbst darf nur von besonders geschultem Personal (z. B. Einsatzgruppenmitglieder, Waffenwarte und Mitglieder einer internationalen Ăberstellungseinheit) und nur auf Anordnung des Anstaltsleiters eingesetzt werden. Vor dem Gebrauch muss der Einsatz des Tasers dem HĂ€ftling gegenĂŒber noch ausdrĂŒcklich angekĂŒndigt werden. Sollte der HĂ€ftling dieser letzten Aufgabe-Aufforderung nicht nachkommen, muss der folgende Taser-Einsatz mit löschsicheren Video- und AudiogerĂ€ten festgehalten werden. AnschlieĂend wird ein umfassender Bericht erstellt, der von der Dienstbehörde genauestens geprĂŒft wird.
Zwischen November 2004 und Februar 2008 wurde der Taser zwölfmal in GefĂ€ngnissen eingesetzt, dabei erlitt niemand bleibende SchĂ€den. In sieben weiteren FĂ€llen reichte die bloĂe Androhung eines Taser-Einsatzes aus, um eine Person zum Aufgeben zu bewegen.cite-ref-96[96]
Von 2013 bis 2014 gab es innerhalb der 27 Justizanstalten jeweils einen Einsatz.cite-ref-97[97]
Bis Jahresende 2018 erhielt die Justizwache 122 neue Modelle Taser X2, die im Vergleich zu VorgĂ€ngermodellen ein wesentlich geringeres Risiko fĂŒr Herzkammerflimmern haben.cite-ref-98[98]
England und Wales
Im November 2008 wurde bekannt, dass das britische Innenministerium 10.000 Taser bestellt hatte. Rund 30.000 Polizeibeamte sollen im Umgang der Waffe geschult werden. Alan Campbell, im britischen Innenministerium fĂŒr die VerbrechensbekĂ€mpfung zustĂ€ndig, bezeichnete das Risiko der Waffen als gering.cite-ref-99[99]
2018 und 2019 wurden 23.500 ZwischenfĂ€lle mit Tasern gemeldet, in etwa 11 % der FĂ€lle wurden die Waffen dabei auch abgefeuert. Im Sommer 2020 wurde der leistungsstĂ€rkere Axon âTaser 7â zum Einsatz bei der Polizei im Vereinigten Königreich freigegeben, obwohl er in Tests eine deutlich schlechtere Treffsicherheit als die VorgĂ€nger X2 und X26 aufwies.cite-ref-100[100]
Amerika
Vereinigte Staaten
Zwischen den Jahren 2000 und 2013 stieg die Anzahl der Strafverfolgungsbehörden, die Taser nutzen, von 500 auf ungefÀhr 17.000. Im Jahr 2018 starben mindestens 49 Menschen in den Vereinigten Staaten als Folge eines Tasereinsatzes; offizielle Statistiken werden jedoch nicht erhoben.cite-ref-101[101]
Heute gehört der Taser in den Vereinigten Staaten zur GrundausrĂŒstung der Polizei.
Kritik
Allgemeine Kritik
Kritiker wie Amnesty International befĂŒrchten eine Herabsetzung der Schwelle zur Anwendung durch die scheinbare Harmlosigkeit der Waffe und verweisen als Beleg auf entsprechende FĂ€lle in den USA.cite-ref-102[102]
Weil Elektroschockpistolen dem Opfer wĂ€hrend des Einsatzes Schmerzen bereiten und dabei vergleichsweise geringe (bleibende) physische SchĂ€den anrichten, eignen sie sich besonders gut, um ein Opfer zu quĂ€len, ohne dass dieses es ohne weiteres (ĂŒber körperliche SchĂ€den) nachweisen kann (WeiĂe Folter). So können sie etwa zur inadĂ€quaten Durchsetzung von AutoritĂ€t von Polizisten gegenĂŒber Zivilisten missbraucht werden. Als Beispiel wurden FĂ€lle aus den USA zitiert, bei denen Taser im Rahmen einer normalen Fahrzeugkontrolle zur Anwendung kamen. In einem auf Video dokumentierten Fall hatte eine Frau sich bei einer Fahrzeugkontrolle geweigert, ihre Zigarette zu löschen, ein TelefongesprĂ€ch zu beenden und aus dem Auto zu steigen, daraufhin wendeten Polizeibeamte mehrmals den Taser auf sie an, auch als sie bereits auf dem Boden lag. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solches Vorgehen erfolgreich strafrechtlich verfolgt wird, ist dementsprechend gering. Die Neigung derjenigen, die im Besitz einer solchen Elektroschockwaffe sind, diese ohne Not anzuwenden, ist aus diesem Grund hoch anzusetzen. Um diesem Vorwurf zu begegnen, besitzen moderne behördlich benutzte Elektroschockpistolen Einrichtungen, die den Verwender identifizieren sollen, zum Beispiel in Form von mit Seriennummer versehenem Konfetti, das mit den Projektilen verschossen wird, oder von Videokameras, die mit dem Entsichern der Waffe aktiv werden. Weiterhin lassen sich Einsatzparameter ĂŒber eine Computerschnittstelle der Waffe auslesen.cite-ref-103[103]
Der UN-Ausschuss gegen Folter, der die Einhaltung der UN-Antifolterkonvention der Vereinten Nationen ĂŒberwacht, brachte im November 2007 in einer PresseerklĂ€rung zum Bericht der portugiesischen Regierung zur nationalen Umsetzung der Konvention seine Besorgnis darĂŒber zum Ausdruck, dass der Einsatz des Modells Taser X-26 eine Form von Folter sei. Weiterhin sind Elektroschockwaffen ideal zur Folter geeignet, was dem Missbrauch TĂŒr und Tor öffnet. Ein Schock ist unangenehm und schmerzhaft, aber im Nachhinein kaum nachzuweisen, wenn es nicht zu bleibenden SchĂ€den oder Einschusswunden von den Pfeilelektroden bzw. Verbrennungen der Haut an deren Stelle gekommen ist.
Der Polizei-Soziologe Rafael Behr wies 2019 darauf hin, dass der Taser im Polizeialltag eingesetzt wird, wenn er im Arsenal vorhanden sei: âWenn ich Mittel habe, um gegen Menschen vorzugehen, werde ich die auch einsetzen. Das FingerspitzengefĂŒhl, soziale Situationen, auch Gewaltsituationen möglicherweise kommunikativ zu deeskalierenâ, wĂŒrde schwinden, wenn ein Arsenal von Einsatzmöglichkeiten vorhanden sei, mit denen es beispielsweise âschnellerâ gehe.cite-ref-104[104]
Tödliche Wirkung
Folgende Aussagen beziehen sich ausschlieĂlich auf Distanz-ElektroimpulsgerĂ€te, die von Axon hergestellt wurden:
Die Aussagen zur tödlichen oder nicht tödlichen Wirkung des Tasers sind widersprĂŒchlich. So bezeichnet Taser International ihr Produkt als ânicht-tödliche Waffeâ. Nach einer Studie von Amnesty International von 2008 starben seit 2001 allein in den USA 331 Menschen wĂ€hrend oder nach dem Einsatz der Waffe, wobei in etwa 40 FĂ€llen gerichtsmedizinische Gutachten den Einsatz der Waffe als Teil der Ursache oder Ursache des Todes auswiesen.cite-ref-105[105] Eine medizinische Studie, die Verletzungen zur Anzahl der Taser-EinsĂ€tze in Beziehung setzte, kam zu dem Ergebnis, dass bei einer Stichprobe von rund 1000 Taser-EinsĂ€tzen in den USA zwischen 2005 und 2007 nur drei Personen tatsĂ€chlich ins Krankenhaus eingeliefert wurden.cite-ref-106[106] Der Tasereinsatz konnte ebenso selten mit Sicherheit als unmittelbare Todesursache ausgeschlossen wie nachgewiesen werden. Nach VorfĂ€llen mit Todesfolge wurden meist keine eingehenden forensischen Untersuchungen, sondern eher statistische Auswertungen vorgenommen. Korrekt ist die Elektroschockpistole also eher als âweniger tödliche Waffeâ (less lethal weapon) einzustufen, und Stinger Systems kennzeichnete das ehemalige Konkurrenzprodukt mit beiden Formulierungen.
Nach Angaben der Zeitung âArizona Republicâ seien im Zeitraum von 1999 bis 2005 167 Menschen in den USA und Kanada nach Angriffen mit einer Taserwaffe gestorben. In 27 FĂ€llen hĂ€tten Gerichtsmediziner erklĂ€rt, der Taser sei eine Todesursache, habe zum Tod beigetragen oder könne als Todesursache nicht ausgeschlossen werden.
Indirekt
Ein Recherchebeitrag der Nachrichtenagentur Reuters kam zu einer Zahl von mindestens 1081 Personen in den USA, die einen Taser-Einsatz nicht ĂŒberlebten, seit Beginn des Jahres 2000. Oft wurde dabei der Taser allerdings nicht als alleiniges Mittel zur Abwehr eingesetzt, sondern mit anderen weniger-tödlichen Waffen wie Pfefferspray oder körperlicher Zwangsgewalt wie SchlĂ€gen oder Fixierung kombiniert. Manche Fixierungstechniken, die bei einer Festnahme angewendet werden, haben ein höheres Todesrisiko, etwa solche, bei denen die betroffene Person mit dem Gesicht zum Boden gebracht wird und Handschellen ĂŒber dem Genick angebracht werden, wobei gleichzeitig Druck auf den Oberkörper, Schulter und Nacken ausgeĂŒbt wird. Starker Druck auf den Nacken, insbesondere auf den Kiefer, kann die nervöse Kontrolle zum Herzen beeintrĂ€chtigen und dadurch zu einer Verlangsamung des Herzschlags oder gar zu einem Herzstillstand fĂŒhren.cite-ref-107[107] Der Einsatz von Pfefferspray reizt die Atemwege und kann etwa bei Asthmatikern lebensbedrohlich werden.cite-ref-108[108] Da bei einem Taser oft auch das Zwerchfell betroffen ist wirken bei einem kombinierten Einsatz von Taser, Pfefferspray und Körperkraft somit mehrere Faktoren gleichzeitig ein, wodurch eine Aussage ĂŒber die vielleicht tödliche Wirkung des Tasers selbst nicht immer genau möglich ist.
ZusĂ€tzlich kann der unkontrollierte Sturz â der durch das Verkrampfen der gesamten Skelettmuskulatur entsteht â zu sogenannten sekundĂ€ren Sturzverletzungen fĂŒhren und so ein SchĂ€del-Hirn-Trauma durch den Aufprall des Kopfes auf hartem Boden mit tödlichen Ausgang auslösen.cite-ref-109[109]
2018 wurden mindestens 49 Menschen bei einem Taser-Einsatz getötet.cite-ref-110[110]
Direkt
Durch den Taser können Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden. Das Risiko hierfĂŒr ist insbesondere dann stark erhöht, wenn die Waffe wiederholt gezĂŒndet wird, also mehrere Impulsfolgen (Bursts) abgegeben werden.cite-ref-cbc-25-2[25]
Studien sind nicht immer aussagekrĂ€ftig, da sie oft an gesunden Menschen ohne Risikofaktoren wie Herzerkrankungen mit nur kurzer Exposition vorgenommen werden. Zudem sind Studien auch vom Hersteller Axon mitfinanziert worden und sind daher unter UmstĂ€nden nicht neutral. Ergebnisse aus Tierversuchen lassen nur bedingt RĂŒckschlĂŒsse auf den Menschen zu.cite-ref-111[111]
Eine Studie kommt zum Resultat, dass Treffer der Elektroden vom Taser X26 im Bereich der Brust durch ventrikulĂ€re Tachykardie oder Kammerflimmern zu einem Herzstillstand fĂŒhren können, weshalb Axon empfiehlt, diese Zone wenn möglich zu vermeiden.cite-ref-112[112]
BefĂŒrworter des Tasers vertreten die Auffassung, dass der Einsatz von Tasern den Schusswaffengebrauch in vielen FĂ€llen vermeiden könne. Daher sind Statistiken ĂŒber den Einsatz auch vor dem Hintergrund der vermiedenen SchĂ€den an Leib und Leben zu beurteilen. Daten hierzu lassen sich jedoch allenfalls schĂ€tzen.
Excited delirium (ExDS)
In den USA wird bei TodesfĂ€llen in Zusammenhang mit einem Taser-Einsatz oft als Todesursache ein âaufgeregtes Deliriumâ (âexcited deliriumâ) angegeben. Dieser Begriff ist medizinisch nicht definiert und wird nur bei TodesfĂ€llen durch Polizeieinsatz benutzt, um den Anschein einer âErkrankungâ zu erwecken. Der Elektroschocker-Hersteller Axon bemĂŒht sich aktiv darum, bei TodesfĂ€llen diese âDiagnoseâ zu verwenden, um eventuelle HaftungsansprĂŒche zu vermeiden. Ein Artikel von Reuters belegt Manipulation von Forschungsergebnissen durch Axon, um âExDSâ als wissenschaftlich belegten Gesundheitszustand zu etablieren.cite-ref-113[113] Reuters bietet auch eine interaktive Karte mit 1081 TodesfĂ€llen mit Details zu jedem Fall an,cite-ref-114[114] um die Behauptung von âEinzelfĂ€llenâ und âgeringem Einsatzrisikoâ mit Fakten zu widerlegen.
Schutz
Schutz gegen eine Elektroschockwaffe bietet das Tragen einer Weste aus Material mit hoher LeitfĂ€higkeit (zum Beispiel Aluminium). Selbst wenn die Nadeln die Weste durchdringen, verursacht das Metall einen elektrischen Kurzschluss zwischen den beiden Elektroden. Eine eigens dafĂŒr angefertigte Schutzweste unter dem Namen ThorShield ist ausschlieĂlich fĂŒr den Polizeivollzugsdienst und das MilitĂ€r verfĂŒgbar.cite-ref-115[115]cite-ref-116[116]
Manche Hersteller produzieren auch ballistische Schutzwesten, die nicht nur einen Schutz gegen Stichwaffen und Projektile von Feuerwaffen bieten, sondern auch dafĂŒr ausgelegt sind, bei einem Treffer beider Projektile eines Tasers in die Weste diesen wirkungslos zu machen, so etwa Westen der PPSS Group.cite-ref-117[117]
Eine Weste bietet keinen Schutz, wenn der TrÀger an einer nicht von der Weste bedeckten Stelle (zum Beispiel am Gesicht oder den HÀnden) getroffen wird.
Literatur
âą Michael D. White, Justin Ready: The Taser as a Less Lethal Force Alternative: Findings on Use and Effectiveness in a Large Metropolitan Police Agency. In: Police Quarterly. 2007, doi:10.1177/1098611106288915.
Weblinks
Commons
: Elektroschockpistole
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Elektroschockpistole
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą deutschsprachige Website von Axon
âą Demonstrationsvideo: Schutz vor einem Taser durch eine ballistische Schutzweste
Einzelnachweise
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